Traumschleife Burgstadt-PfadWanderweg

Die Traumschleife „Burgstadt-Pfad“ ist eine erholsame, einfache Runde zum Entspannen auf der Hunsrücker Höhenfläche südlich von Kastellaun, die über schmale, verschlungene Pfade und alte Postwege durch mächtige, urwüchsige und dennoch helle Wälder mit einigen überraschenden Höhepunkten führt. Inmitten des Waldes lädt eine idyllische Wiese an einem verwunschenen Seerosenteich zum Verweilen ein. Highlight am Ende des Weges ist der Sturmwurferlebnispfad „Kyrill“.

Der familiengeeignete Wanderweg  wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 64 Erlebnispunkten bewertet.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Kastellaun erstreckt sich nach Süden hin aus seiner Muldenlage heraus zu einer für den Hunsrück charakteristischen Hochfläche. Hier haben die eiszeitlichen Verhältnisse abgeflachte Landschaften geschaffen, die heutzutage für herrliche Wanderungen beste Voraussetzungen bieten.

Der Burgstadt-Pfad beginnt in der Nähe des Schinderhannes-Radweges mit einem stilechten „Portal“ mit der Burg- und Stadtsilhouette von Kastellaun. Für einige hundert Meter zieht sich der Pfad noch in Sichtweite der Stadt hin, quert einen kleinen Wasserlauf und erreicht mit dem Biomassekraftwerk (0,5 km) ein ökologisches Vorzeigeprojekt am Waldrand. Thematisch passend führt der Weg am repräsentativen Forsthaus (0,8 km) vorbei, quert die Straße nach Spesenroth und verschwindet sofort im dichten Wald. Nach kurzer Strecke lädt der „Rastplatz Pfingstwald“ zu einigen Naturspielchen ein (überraschen lassen!). Kurz darauf werden wiederum zwei kleine Wasserläufe gequert und am jüdischen Friedhof (1,5 km) außerhalb der Stadt lässt sich erkennen, wie bedeutend die jüdische Gemeinde ehemals in Kastellaun gewesen war. Zurück im „Pfingstwald“ nähert sich der Pfad der „Kinderstube“ des Trimmbaches in einer weiten Mulde (1,9 km), wo im dichten Gras- und Farnbewuchs das Wasser an die Oberfläche drängt. Eine markante Stelle bildet als nächstes der „Parkplatz Mönchstraße“ (2,1 km) mit einer deutlichen Veränderung des Waldes hin zu einem trockeneren Forst mit Fichten und Laubwald im Wechsel. Ganz hunsrücktypisch zeigen die nächsten Abschnitte die freie, weite Landschaft, zunächst im Übergang zwischen Wald und Feld und dann mit einem grandiosen Blick nach Süden zur ca. 15 km entfernten Bergkette des Soonwaldes vom „Soonwaldblick“ (3,2 km) aus. Rast gefällig zum schauenden Genießen? Die Sinnenbank lädt dazu ein! Weil der Pfad die lauschige, geheimnisvolle Atmosphäre des stillen Waldes bevorzugt, quert er im weiteren etliche Male breite Forstwege und führt uns ansonsten mitten durch Baumbestände jeden Alters im dichten Bewuchs. Der idyllische Höhepunkt erwartet die Wanderer am „Seerosenteich“, der, obwohl selbst nur steinwurfgroß, in seinem silbrig glänzenden Wasser noch Platz für eine kleine Insel hat (4,3 km). Hier, nach gut der Hälfte des Rundweges, lädt der Picknickplatz zur großen Pause ein.  Hinterher schlägt sich der Pfad ein weiteres Mal in den dichten Wald und erreicht schließlich den Waldspielplatz Mönchstraße (5,5 km). Neben einem langgezogenen Graben, dem „Landgraben“ als Reststück einer das Land überziehenden Wegeverbindung, senkt sich der Weg nunmehr langsam wieder dem Ausgangspunkt zu, eröffnet unterwegs einen Blick zum Waldabenteuer-Park mit Hängebrücken und Rollstrecken in schwindelnder Höhe und führt schnurstracks hinein in ein vom Sturm „Kyrill“ im Januar 2007 furchtbar zugerichtetes Waldareal (6,5 km). Unter großen Mühen hat der Forst hier einen Pfad mit Leitern und Podestwegen mitten durch das Tohuwabohu aus Bäumen, riesigen Wurzelscheiben und abgrundtiefen Löchern angelegt, so dass wir die Wucht dieser Katastrophe hautnah erfahren können. Mit Staunen, aber auch mit einiger Beklemmung klettern wir durch den umgestürzten Wald und erreichen wohlbehalten und froh das Portal am Anfang und Ende des Burgstadt-Pfades

Ab dem jüdischen Friedhof lohnt sich ein Abstecher zum Aussichtspunkt "Hohe Buch" (500 m).

 

Die Wanderung kennt keine deutlichen Anstiege und stellt daher weder an Ausdauer noch an Trittsicherheit besondere Anforderungen. Sie ist eine ideale Strecke zum Ausspannen.

Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Der Kyrillpfad mit einer Länge von 850 m (Sturmwurferlebnispfad) ist in den Wegeverlauf des Burgstadt-Pfades integriert. Dieses Teilstück ist bei Schnee und Eis nicht begehbar.

B 327 nach Kastellaun, Abzweig L 219 (Laubacher Straße) nach Simmern, nach 500 m Abzweig Südstraße / Parkplätze am BurgStadt Hotel
Parkplätze Südstraße 34 in Kastellaun, BurgStadt Hotel

Parkplatz Schinderhannes-Radweg Spesenrother Weg

www.regioradler.de (Hunsrück)

www.rmv-info.de (Linie 620)

Kultur und Ausflugsziele