Traumschleife HahnenbachtaltourWanderweg

Auf teils schmalen Pfaden und Wiesenwegen führt der Weg, oftmals vom Hahnenbachbegleitet, durch Wald, Wiesen und offene weiträumige Flächen. Dazwischen liegen kulturelleHöhepunkte: ein Fossilienmuseum, das Besucherbergwerk Herrenberg, die rekonstruierteKeltensiedlung Altburg, die Ruine Hellkirch sowie die alles überragende, weitläufigeBurganlage Schmidtburg. 2012 wurde die Traumschleife zum schönsten WanderwegDeutschlands gekürt. Außerdem gehört sie zu den TOP 10 Deutschlands höchstbewerteterPremium-Rundwanderwege.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der erste Höhepunkt ist rasch erreicht. Im Besucherbergwerk Herrenberg erhält manEinblicke in die beschwerliche Arbeit der Schieferbrecher.Ein Hinweisschild: „Der Berg soll sein Geheimnis bewahren“ erinnert an die Filmarbeiten imBergwerk für den Heimat-Zyklus von Edgar Reitz. Unweit des Besucherbergwerks befindetsich die Altburg mit rekonstruierten Häusern einer ehemaligen keltischen Höhensiedlung.Beim Abstieg ins Hahnenbachtal durch den Rennwald wird es still. Im späteren Anstieg steht60 Meter über dem Tal die Ruine Hellkirch, wo man auf einer Sinnesliege den herrlichenTalblick genießen kann. Nochmals geht’s ins Hahnenbachtal, dort erinnern alte Grenzsteineaus dem 19. Jahrhundert an den historischen Grenzweg zwischen dem Königreich Preußen(KP) und dem Großherzogtum Oldenburg (GO)Entlang des Wassererlebnispfades Hahnenbachtal mit Bankschaukel am Weiher wird dieehemalige Schleifmühle Götzenau passiert. Über eine Steinbrücke gelangt man zum Geländeder mittelalterlichen Schmidtburg, die einst zu den bedeutendsten Burganlagen des Hunsrück-Nahe-Raumes gehörte.Über eine weitere Holzbrücke führt der Weg zum Hotel Forellenhof Reinhardtsmühle. Dasletzte Teilstück der Tour windet sich in Serpentinen nach oben. Zwei Felstunnel und alteGleisresteerinnern an die Gewinnung und den Abtransport von Schiefer- und Blei-Zinkerzenaus der Grube „Friedrichsfeld“in den 1940er und 50er Jahren. Alternative: Eine 7 km langeFamilientour bindet alle Highlights ein und spart die ein oder andere Steigung aus.

Der Start der Wanderung ist von mehreren Orten aus möglich: Besucherparkplatz Besucherbergwerk Herrenberg (liegt direkt am Weg), Freizeitanlage Wacholderheide bei Woppenroth, Wanderparkplatz in Schneppenbach.

Vom Startpunkt am Besucherparkplatz folgen wir zunächst unserer Markierung und der Markierung Soonwald-Steig zum Besucherbergwerk Herrenberg und dem Fossilienmuseum. Für die kleinen Wanderer lockt der Spielplatz am Besucherbergwerk. Weiter führt uns der Weg vorbei an der rekonstruierten Keltensiedlung Altburg auf einer Strecke von ca. 500 m bergan, bevor wir vom höchsten Punkt der Route hinab zum Hahnenbach wandern. Die Schieferhalde Sinsenbach ist Beleg der Bergbautradition im Hahnenbachtal. Von dort haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Talauen und können die Stille der Landschaft genießen, bevor uns ein Pfad rechts hinein in den Rennwald führt. Nach kurzer Strecke erreichen wir die Fußgängerbrücke über den Hahnenbach. Danach wandern wir bachaufwärts am Waldesrand entlang bevor der kurze Anstieg zur Ruine Hellkirch beginnt. Die Ruine Hellkirch liegt auf einer Kuppe ca. 60 m über dem Tal. Von dort genießen wir den Blick auf das Hahnenbachtal und auf einen Teil des bereits zurückgelegten Weges. Eine Sitzgruppe lädt uns zur Rast ein. Ob die Ruine vor Jahrhunderten als Kirche diente oder als eine Warte ist bislang nicht umfassend erforscht.

Ein steiler Pfad führt uns nun den schmalen Kamm ca. 300 m weit hinab. Wir folgen jetzt dem naturbelassenen Waldweg in Richtung Schmidtburg. Grenzsteine aus dem 19. Jhd. künden von der ehemaligen Bedeutung des Weges:   GO = Großherzogtum Oldenburg, KP = Königreich Preußen. Heute stoßen hier die Grenzen der Landkreise Rhein-Hunsrück, Bad Kreuznach und Birkenfeld aneinander.

Nach Queren eines kleinen Baches erreichen wir den Wassererlebnispfad Hahnenbachtal. Wir folgen diesem Weg vorbei an der ehemaligen Schleifmühle Göttenau und der "Teufelsrutsche" zu den Ruinen der mächtigen Schmidtburg, die schon dem Räuberhauptmann Schinderhannes als Versteck diente. Die Schmidtburg gehörte einst zu den ältesten und bedeutendsten Burganlagen des Hunsrück-Nahe-Raumes. Die Besichtigung ist ganzjährig frei möglich. Von der Burg aus genießen wir die Ausblicke ins Tal der Jahrtausende, wie das Hahnenbachtal in diesem Abschnitt auch genannt wird.

Von der Schmidtburg aus wandern wir hinunter zum Hahnenbach. Bachabwärts gelangen wir über eine Brücke auf die andere Seite des Baches und bis zum Forellenhof Reinhartsmühle. Der Weg führt uns in Serpentinen bergan. Wir wandern durch Felsentunnel, die ehemals zum Schieferabtransport dienten und genießen mehrfach die reizvollen Ausblicke auf die mächtige Schmidtburg und die darüberliegende Altburg. Nach einen kurzen Anstieg sind wir wieder am Start angelangt. Nicht versäumen sollte man den kurzen Anstieg auf "Dickheck", gleich rechts neben dem Wanderpfad. Von hier kann man nochmals einen traumhaften Ausblick auf das Tal und seine Sehenswürdigkeiten genießen.

Festes Schuhwerk erforderlich.

Unbedingt etwas Zeit einplanen, um die vielen attraktiven Sehenswürdigkeiten besichtigen zu können.

A61 Ausfahrt Bad Kreuznach, Richtung Idar-Oberstein/Kirn, B41 bis Abfahrt Kirn/West L183, weiter L182 bis Bundenbach

A1 Ausfahrt Otzenhausen, A62 Richtung Pirmasens/Kaiserslautern bis Ausfahrt Birkenfeld, weiter auf B269/B41 bis Kirn, L182 bis Bundenbach

Parkplatz Besucherbergwerk Herrenberg bei Bundenbach, Freizeitanlage Wachholderheide bei Woppenroth, Wanderparkplatz Schneppenbach
Bahnhof Kirn, Rhein-Nahe-Bus 352 bis Bundenbach (Mo-Fr), www.rnn.info
Unterwegs im Traumschleifenland Band 4 Wanderführer von Günter Schmitt mit 29 Traumschleifen auf 188 Seiten. Band 4, 1. Auflage 2015, Verlag: Public Press Schöneres Wandern: Traumschleifen Saar-Hunsrück, Band 3 Traumschleifen Saar-Hunsrück - Band 3 - Schöneres Wandern Pocket mit Karten und GPS-Daten 16 Premium-Rundwanderungen zwischen Mosel, Rhein und Saar Autoren: Wolfgang Todt und Ulrike Poller Erscheinungsjahr: Mai 2013
Wanderkarte Naturpark Soonwald-Nahe, Blatt 2, Kirn

Kultur und Ausflugsziele