Traumschleife Hunolsteiner KlammtourWanderweg

Abenteuerlich windet sich die Dhron zwischen schroffen und bizarren Felspartien unterhalb der Burgruine Hunolstein der Mosel zu. Sehenswert ist die wildromantische Hölzbachklamm und die einsam gelegene Walholzkirche. Daneben bietet der Weg stille harmonische Täler und weite Aussichten von den Höhen bei Hunolstein.

Der Weg wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 76 Erlebnispunkten bewertet.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Start der landschaftlich sehr abwechslungsreichen Tour ist das Bauernhofcafé „Hunolsteiner Hof“. Erster Höhepunkt ist die Burgruine Hunolstein. Von der ehemaligen Burg stehen leider nur noch wenige Restmauern. Dennoch lohnt es sich, über die 60 Stufen auf den Burgfelsen zu steigen. Man wird mit einem prächtigen Blick über die Hunsrücklandschaft und in das tief eingeschnittene Dhrontal belohnt.
Nach Verlassen des Ortes kommt die einsam im Wiesental gelegene Walholz-Kirche ins Blickfeld. Nun geht es bergab zur „Reinhardsmühle“ mit reichlicher Außenbemalung. Wir passieren die Reinhardsmühle und folgen dem Wanderweg 80/85 links der Dhron, die sich hier ihren Weg zwischen großen Felsbrocken im Bachbett sucht. Auf halber Strecke kommt rechts vom Weg der Kopusfelsen. Dieser Fels ist wie auch der Burgfelsen Teil einer Quarzitader, die sich quer durch den mittleren Hunsrück zieht. Dieser Teil des Dhrontales und der Wasserfall der „Hölzbachklamm“, der wir nach rechts folgen, können zu Recht als wildromantisch bezeichnet werden. Nach Austritt aus der Hölzbachklamm führt der Wanderweg in südwestlicher Richtung zu der Herrenwiese unterhalb Haag. Ab hier begleitet uns der Kellertsbach talabwärts. Am Ende des Wiesentales wechseln wir die Talseite und kommen so zurück zur Dhron. An dieser Stelle des Tales wurde früher der Bach ein Stück aufgestaut und darin wurde den Schafen vor der Schur das Fell gereinigt. So ist die Brücke zu ihrem Namen gekommen. Vom tiefsten Punkt der Wandertour geht es nun durch ein Eichenwäldchen stetig bergan. Nach Erreichen der Höhe führt der Weg über eine lange Gerade mit tollem Ausblick zum Ausgangspunkt zurück.
Festes Schuhwerk ist dringend zu empfehlen.
Walholzkirche - ein sehenswertes Kleinod am Rande des Weges: Der Sage nach soll  ein längerer heftiger Streit der beteiligten Dorfbevölkerungen über den Standort der Kirche ihr den Namen „Wa(h)lholz“ gegeben haben. Die Pläne zum Bau der Kirche waren erstellt und sogar das Holz befand sich schon fertig gezimmert in Hunolstein. Da der Streit über den Standort kein Ende finden wollte, lag das Holz wie von Geisterhand transportiert dreimal unten im Tal. Diesem Gottesurteil folgend baute man die Kirche genau dort, wo das Holz jeweils lag. Der heutige Kirchenbau, erbaut um 1760, ist die dritte Kirche an dieser Stelle. Die zweite Kirche wurde Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. In den ersten Jahrhunderten gehörte Walholz zur Pfarrei Berglicht. 1389 wurde Walholz selbstständige Pfarrei, woraus 1569 eine Doppelpfarrei Walholz/Morscheid wurde. 1821 erhielt die Pfarrei Walholz die Bezeichnung „Pfarrkirche Hunolstein“. Als im Jahr 1909 die neue Kirche in Hunolstein zur Pfarrkirche ernannt wurde, diente die Walholzkirche bis 1957 lediglich noch als Friedhofskapelle.
Die Strecke verläuft durch hügeliges Gelände mit zwei anspruchsvolleren Steigungen. Vorsicht ist im Bereich der Hölzbachklamm geboten. Bitte unbedingt auf dem vorgegebenen Weg bleiben.

Alle Traumschleifen haben teilweise steile, schwierige und bei Regen- oder Winterwetter rutschige Passagen. Deshalb sind Wanderschuhe, Trittsicherheit und gute Kondition unbedingte Voraussetzungen zum Erwandern dieser Premiumrundwanderwege.

B 327 Hunsrückhöhenstraße , Abfahrt Hunolstein K 99
Parkplatz Hunolsteiner Bauernhofcafé in 54497 Morbach-Hunolstein

Parkplatz an der Burgruine Hunolstein in 54497 Morbach-Hunolstein

Traumschleifen Premium-Wanderwege Band 2 Ost Herausgeber: Projektbüro Saar-Hunsrück Steig Schöneres Wandern Pocket: Traumschleifen Saar-Hunsrück Band 1 Herausgeber: Idee media ISBN 978-3-934342-67-5

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