Traumschleife Masdascher BurgherrenwegWanderweg

Mitten in der reizvollen Hunsrücklandschaft wartet mit dem „Masdascher Burgherrenweg“ eine traumhafte Rundtour zu verwunschenen Tälern, murmelnden Bächen, tiefen Stollen und uralten Gemäuern aus Kelten-, Römer- und Ritterzeiten darauf entdeckt zu werden! Wer Stille und unberührte Natur sucht, kommt auf dieser reichlich mit Rastplätzen ausgestatteten Traumschleife voll auf seine Kosten und erlebt zum krönenden Abschluss atemberaubende Fernblicke.

Der Weg wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 84 Erlebnispunkten bewertet.

 

 

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Der Weg ist mittelschwer wegen einiger steiler Anstiege aus den Bachtälern heraus (insgesamt 465 Höhenmetern). Diese erfordern aber aufgrund ihrer Kürze nie mehr als Alltagskräfte.
Von der Ortsmitte Mastershausen weisen markante orange-weiße Zuweglogos den Weg durch den Ort und zum Beginn der Traumschleife unweit der Grillhütte. Hier wechseln wir vom Zuweg auf die Traumschleife und lassen dabei die Grillhütte und die Freizeitanlage Hallgarten rechts liegen. Nach sanftem Aufstieg mit herrlichen Fernblicken, führt der Weg erstmals in den Wald. Tief atmen wir die würzige Luft der Nadelbäume ein und erreichen am Rand eines Windwurfes (1) die erste von 8 Infotafeln. Mit freier Sicht auf das tief eingeschnittene Tal des Mastershausener Baches knickt die Route talwärts und passiert auf halber Höhe eine Sinnesbank. Im Tal queren wir per Steg zwei murmelnde Bäche und treffen „Am Katzenloch“ ein, wo ein gemütlicher Rastplatz bereit steht und ein alter Stollenmund vom Schieferbergbau zeugt. Schon nach der nächsten Kurve rückt aber das Wasser in den Fokus. Der Weg wechselt ans Westufer und führt zu längst verfallenen Relikten uralter Mühlen. Zuerst passieren wir die Bucher Mühle (Infotafel 2), bevor die Ruine der Mohre Mühle (Infotafel 3) ans einst emsiges Müller-Treiben im stillen Tal erinnert. Nach erneuter Bachquerung folgen wir einer genussvollen Wanderpassage durch nahezu unberührte Natur, in der unter dem schattigen Blattbaldachin des Waldes schroffe Schieferklippen und der leise rieselnde Bach um die Aufmerksamkeit des Wanderers wetteifern. Doch mit einem Schlag ist dieser Wettstreit vergessen, als unvermittelt die trutzigen Mauern der Burg Balduinseck empor ragen! Die kürzlich restaurierte Burg aus dem 14. Jahrhundert war einst Bollwerk des Trierer Erzbischofs gegen die in Kastellaun ansässigen Sponheimer. Beim kurzen Abstecher zur Burg gehört nicht viel Phantasie dazu, das Mittelalter aufleben zu lassen. Zurück auf der Traumschleife wird es kurz unterirdisch, denn gemeinsam mit dem Bach unterquert der Wanderweg die L 203. Auf der anderen Seite verzaubert uns ein Auenwald, bevor uns ein Steg über den Bach hilft. Beim folgenden Anstieg durch die rauen Felsen ist gute Trittsicherheit gefordert, doch der nächste Rastplatz belohnt für die Mühen. Vorbei an der Kaspers Mühle (Infotafel 4) schwingt sich der Weg bergan, bietet tolle Blicke über die Täler und steuert zielstrebig den nächsten kulturellen Höhepunkt an: den Burgberg (Infotafel 5)! Diesen markanten Felsvorsprung nutzten bereits die Kelten. Wir können die einmalige Atmosphäre entspannt an einer originellen Schutzhütte genießen. Und wieder wandern wir talwärts. Vorbei am "Römischen Brunnen" (Infotafel 6) erreichen wir in Serpentinen den Talgrund, wo weitere Felslöcher vom Bergbau zeugen. Am Rastplatz Herzenauer Hannes (Infotafel 7) beginnt der Anstieg zur Grube Apollo (Infotafel 8), wo nicht Schiefer, sondern Erze abgebaut wurden. Auf dem folgenden Zick-Zack-Pfad wird es anstrengend, doch schließlich haben wir das Hunsrückplateau erobert und die traumhafte Panoramaaussicht vom Turm auf den Galgenberg entschädigt uns für alle Mühen. Nur wenige Schritte später wird es gruselig, doch an der "Eich" (Infotafel 9) wird längst keiner mehr aufgehängt. Entspannt senkt sich der Weg ab und erreicht die Grillhütte an der Freizeitanlage. Von hier kehren wir über den Zuweg zurück nach Mastershausen.

Festes Schuhwerk ist erforderlich, ein Wanderstock erweist sich als hilfreich.
Ruine Balduinseck: Die Burgruine wurde als Landesburg vom Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg zwischen 1325 und 1330 erbaut. Sie stellt für die damalige Zeit ein massives und wuchtiges Bauwerk dar. Der viereckige und viergeschossige Bau hat die stolzen Maße von 22,70 m x 14,50 m. Eine für diese Zeit luxuriöse Wendeltreppe führt in der nordöstliche Ecke des Gebäudes durch alle vier Stockwerke, welche alle mit großen Kaminanlagen ausgerüstet waren. Im Erdgeschoss ist ein Brunnen mit einem Schachtdurchmesser von 1,50 m eingebaut gewesen, was beweist, dass man auf längere Verteidigung eingerichtet war. Im Jahre 1675 wurde Balduinseck verpachtet und bereits 1711 als verwahrlost gemeldet. Seit 1780 ist die Ruine zerfallen. Nun soll die ehemalige Landesburg gesichert werden. 2007 begann die Vorbereitung, denn Land und Gemeinde legen sich ins Zeug, um sie zu erhalten.
Die Traumschleifen haben teilweise steile, schwierige und bei Regen- oder Winterwetter rutschige Passagen. Deshalb sind Wanderschuhe, Trittsicherheit und gute Kondition unbedingte Voraussetzungen zunm Erwandern dieser Premiumrundwanderwege.
L 203, K 69 oder K 64 nach 56869 Mastershausen

Navigation: Johann-Steffen-Straße, 56869 Mastershausen

Ortsmitte Mastershausen, Bushaltestelle „Dt. Eck“
(Navigation: 56869 Mastershausen, Johann-Steffen-Straße)
Parkplatz an der Bürgerhalle.
Weitere Einstiege:
Parkplatz an der Burgruine Balduinseck (L 203)
Parkplatz an der Grillhütte

Traumschleifen Premium-Wanderwege Band 2 Ost Herausgeber Projektbüro Saar-Hunsrück Steig

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