Traumschleife MittelalterpfadWanderweg

Auf dem rund 9 Kilometer langen Mittelalterpfad, "Deutschlands schönstem Wanderweg 2010" lässt sich die Natur mit allen Sinnen erleben: Schmale Pfade schlängeln sich durch dichte Wälder, entlang an Felsen und Gewässern, hinaus auf Felder und Wiesen. „Sinnesbänke“ laden zum Verweilen und zum Genuss der spektakulären Aussichten ein.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Ganz gleich, ob Diamanten oder Achate, Edelsteinschleifereien oder Goldschmieden, weltberühmte Bergwerke oder Museen, historische Städte oder Geschichte zum Anfassen. Gäste aus aller Welt schätzen die Deutsche Edelsteinstraße für brillante Erlebnisse mit imponierender Vielfalt.

Im Raum Nahe-Hunsrück führt die Deutsche Edelsteinstraße abseits von Lärm und Hektik durch eine der schönsten deutschen Mittelgebirgslandschaften. Auf einer Strecke von 48 Kilometer Länge verbindet sie alle Orte, die von der Edelsteinverarbeitung geprägt sind.

In über 60 Schleifereien kann der Gast unverbindlich den Handwerkern des Edelsteingewerbes bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und dabei manches Geheimnis des Edelsteinschleifens und der Schmuckgestaltung erfahren. Zwei intakte wasserbetriebene Achatschleifereien demonstrieren die Anfänge des Edelsteinschleifens, die zurückgehen auf die reichen Mineralienfunde in der Region und deren Abbau seit dem Mittelalter. Auch heute noch kann der Gast im Steinkaulenberg in Idar-Oberstein nach glitzernden Steinen schürfen oder in Hobbykursen die Kunst der Schmuckgestaltung erlernen.

In Fischbach wird die Geschichte der Ferienstraße in einer in Mitteleuropa einzigartigen Sehenswürdigkeit erfahrbar: Das Kupferbergwerk Fischbach mit seinen ausgedehnten Abbauräumen und smaragdgrün oder türkisblau schimmernden Wänden vermittelt einen Eindruck mittelalterlicher Bergbautechnik und der Arbeitsweise der Bergleute. In der dazugehörigen Kupferhütte wird dem Besucher die einstige Hüttentechnik vorgeführt.

Eine weitere Attraktion der Deutschen Edelsteinstraße ist der historische Ortskern Herrstein, ein Fachwerkstädtchen mit erhaltener Stadtmauer und Wehrtürmen, das für seine gelungene Restaurierung mehrfach ausgezeichnet wurde. Idyllische Gässchen und malerische Winkel laden zum Verweilen und Träumen ein.

Über Kempfeld thront in einer Höhe von 674 Meter die Wildenburg, die auf den Resten einer keltischen Fliehburg errichtet wurde und an deren Fuße sich ein großes Wildfreigehege erstreckt. Vom Aussichtsturm der Burg hat man einen imposanten Rundblick über die Landschaft der Deutschen Edelsteinstraße: Wälder, schroffe Felsstürze, aber auch sanft geschwungene Felder und Wiesen prägen eine einmalige Urlaubsregion, die zum Wandern und Besichtigen einlädt.

Folgt man in Kempfeld der Beschilderung „Edelsteingarten“ findet man eine hochkarätige Einzigartigkeit! Mehr als 100 ausgestellte Edelstein-Rohsteine können bestaunt und angefasst werden. Erklärungstafeln sorgen für das nötige Hintergrundwissen.

In der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein gibt es weitere Schätze der Region zu bestaunen. Im weltberühmten Deutschen Edelsteinmuseum wird auf drei Stockwerken alles aus der Welt der Edelsteine präsentiert. Mit dem Museum Idar-Oberstein, dem Industriedenkmal Bengel und der Felsenkirche sind nur einige der zahlreichen Attraktionen der Edelsteinstadt genannt.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das historische Herrstein. Wir starten in der Hauptstraße gegenüber dem Parkplatz Bachweg am hölzernen Eingangstor des Mittelalterpfades. Der Weg führt uns durch den mittelalterlichen Ortskern mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern. Vorbei am „Oberwörresbacher Kirchenpförtchen“ und dem „Hankelbrunnen“ erreichen wir durch einen Wehrgang den Uhrturm, das Wahrzeichen Herrsteins. Wir folgen dem Weg nach links in die Uhrturmgasse, biegen nach rechts in den Schlossweg ein und erreichen den Rathausplatz, über dessen Fachwerkfassaden sich der Schinderhannesturm erhebt. Schließlich passieren wir den Pranger und steigen die Stufen zur Schlosskirche hinauf. Hier bietet sich ein malerischer Blick auf den Ort, bevor wir das historische Herrstein durch eine steinerne Pforte hinter uns lassen.

Der Weg führt nun durch den Wald, bis wir auf die offene Landschaft treffen und den weiten Ausblick auf die umliegenden Felder, Wälder und Dörfer genießen können. Wir folgen der Wegeführung über die Felder, entlang des Waldrandes und überqueren schließlich auf einer kleinen Holzbrücke den Hosenbach. An der Weggabelung weist eine Informationstafel auf das nahe Örtchen Niederhosenbach hin, dem wahrscheinlichen Geburtsort der berühmten Hildegard von Bingen.

Wir halten uns links und biegen schließlich nach rechts bergauf in den Wald ab. Nach wenigen Minuten ist das Naturdenkmal Rabenkanzel erreicht. Ein Wanderrastplatz lädt dort zum Verweilen ein, bevor wir dem schmalen Pfad folgen, der sich bergauf zwischen den Bäumen hindurchwindet. Wir folgen der Wegeführung durch den Wald und entlang des Waldrandes, vorbei an der Ortsgemeinde Breitenthal. Weiter geht es bergauf zwischen offenen Feldern zum Naturdenkmal Jammereiche, wo wir auf einer Sinnesbank verweilen und die weite Aussicht genießen können. Auf der nun folgenden Wegstrecke haben wir erneut die Gelegenheit, den beeindruckenden Fernblick zu erleben, z. B. auf der neu angelegten Aussichtsplattform, die eine Sicht auf 17 Ortschaften und die Höhenzüge der Mittelgebirgslandschaft bietet. Anschließend erreichen wir den Herrsteiner Aussichtsturm mit überdachtem Rastplatz.

Weiter geht es auf gewundenen schmalen Wegen hinab Richtung Herrstein. Unterwegs lädt ein weiterer Rastplatz zu einer Pause ein und ermöglicht einen Blick über den historischen Ort. In Herrstein angekommen folgen wir dem Fischbach durch die Gärten und kehren schließlich zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zurück. Eine gute Gelegenheit, nochmals durch den historischen Ortskern zu schlendern oder die Wanderung mit einer gemütlichen Einkehr ausklingen zu lassen.

Wettergerechte Kleidung/Schuhwerk, evtl. Rucksackverpflegung/Getränke für unterwegs.
Es werden regelmäßig geführte Wanderungen über den Mittelalterpfad angeboten. Einkehrmöglichkeiten finden sich im historischen Ortskern von Herrstein.
Naturnahe Wege, streckenweise An- und Abstiege (geeignetes Schuhwerk und Witterung beachten).
A1 Ausfahrt Mehring, Richtung Morbach, B327 bis Morbach, weiter auf L160 bis Herrstein.

A61 Ausfahrt Bad Kreuznach, Richtung Idar-Oberstein, B41 bis Abfahrt Herrstein/Fischbach, weiter L160 bis Herrstein

Großparktplatz Brühlstraße (am Sportplatz), Parkplatz Bachweg, Parkplatz Lindenplatz
Bahnhof Idar-Oberstein Bahnhof, Mo-Fr weiter mit Bus 346 oder 351 bis Haltestelle Herrstein, Post, (Sa+So weiter mit Bus 351 (wenige Fahrten) bis Mörschied und 3 km Fußweg); Fahrpläne unter www.rnn.info
Flyer Mittelalterpfad, Premium Wandern - Die Besten im Südwesten (M+H Verlag GmbH) Traumschleifen Premium-Wanderwege, Band 2, Ost
Kartenset Naturpark Saar-Hunsrück mit Saar-Hunsrück-Steig, Abgedecktes Wandergebiet: Naturpark Saar-Hunsrück, Maßstab 1:50.000 Wanderkarte Saar-Hunsrück-Steig, Die komplette Route inklusive vieler Zugangswege sowie zahlreiche Informationen und Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Freizeit- und Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke., Maßstab 1:50.000

Kultur und Ausflugsziele