Traumschleife Morscheider GrenzpfadWanderweg

Die Riveristalsperre, fantastische Ausblicke über den Hunsrück, das Ruwer- und Moseltal sowie die Burgruine Sommerau und Schloss Marienlay sind Höhepunkte einer Wanderung über schmale Wiesen- und Waldpfade in meist ungestörter Ruhe. Die Wandertrasse tangiert ehemalige Schiefergruben, Relikte des traditionellen Schieferabbaus in Morscheid. 

 

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Vorbei an früheren Schiefer- und Erzgruben verläuft der Morscheider Grenzpfad über schmale Pfade durch Wälder und über freie Felder. Zum Naturdenkmal „Langenstein“ geht’s nach oben. Der rippenartige, fast senkrecht aus dem Gelände vorspringende Quarzgang entstand vor 350 bis 400 Millionen Jahren und erreicht eine Höhe von bis zu 9 Metern.

Einige Aussichtspunkte gewähren gute Sicht auf die zwischen 1954 und 1958 gebaute Riveristalsperre. Der Damm hat eine Breite von 178 Metern und ragt 50 Meter in die Höhe.

Von einer Sinnesbank der Blick ins Ruwertal. Nach einer Passage durch den Morscheider Gemeindewald  gelangt man zu einer alten, knorrigen Eiche. Dort hat man von einer weiteren Sinnenbank zwischen Wiesenhain und Wald einen guten Blick ins Ruwertal, ins Moseltal und in die Eifel. Bald führt der Weg an einem extrem steil abfallenden Rebenhang entlang. Unten im Ruwertal liegt der kleine Ort Sommerau, überragt von der Burgruine. Burg Sommerau auch als Schloss Sommerau bekannt, wurde im 13. Jahrhundert vom Trierer Rittergeschlecht „von der Brücke“ erbaut. Nach geraumer Zeit wird das „Kirchenloch“ passiert. Die ehemalige Schiefergrube ist ein Relikt des traditionellen Schieferabbaus in Morscheid. Während eines späteren  Anstiegs ein letzter Blick ins Ruwertal und zum nahegelegenen Schloss Marienlay. Das Schloß aus Bruchsteinmauerwerk aus Schiefer gehört zum Weingut Reichsgraf von Kesselstadt.

Der Weg wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 71 Erlebnispunkten bewertet.

Vom Parkplatz oberhalb von Morscheid erreichen wir den Einstieg in die Traumschleife über eine 150 m lange Zuwegung. Hier treffen wir auch auf den Premium-Fernwanderweg Saar-Hunsrück Steig, der uns die nächsten 3,5 km begleitet. Wir folgen dem Steig südlich und biegen nach 400 m rechts ab. Wir klettern quer durch das Naturdenkmal der Quarzitfelsen "Langenstein" und erreichen einen Waldweg. Über diesen und einen weiteren Pfad gelangen wir auf einen Forstweg, der uns abwärts zur Riveristalsperre führt. Ein Aussichtspunkt bietet gute Sicht auf die Talsperre und in den Hochwald. Über den Talsperrenrundweg geht es weiter, bis wir nach etwa 500 m auf einen Waldweg abbiegen, der uns bergan führt. Kurz vor Erreichen der Hochfläche biegen wir nach rechts ab und gelangen durch leichtes Gehölz  zu einer Schutzhütte im Morscheider Hochwald. Nach Querung der Straße von Morscheid nach Bonerath biegen wir nach Eintritt in ein Wäldchen scharf nach links ab. Nach einer weiteren Pfadpassage erreichen wir einen aussichtsreichen Rastplatz. Weiter führt der Weg über Wiesen in den Morscheider Gemeindewald. Nach Durchquerung des Waldstückes erreichen wir einen weiteren Rastplatz mit Aussicht ins Ruwertal und in die Eifel. Hier wandern wir über einen Wiesenweg und biegen am Waldrand Richtung Tal ab. Über einen Waldweg und einen befestigten Wirtschaftsweg kommen wir zu einem Naturpfad, der uns entlang einer alten Grenzlinie über einen Damm durch Laubwald führt, bis wir oberhalb von Sommerau inmitten der Weinberge stehen. Hier haben wir einen Blick auf den Ort und die mittelalterliche Burgruine. Nach Verlassen der Weinberge queren wir eine Teerstraße, gehen durch ein Waldstück bis wir an einer Scheune  freies Feld erreichen. Der Feldweg und ein kleiner Pfad führen uns zu einem großen Loch, dem "Kirchenloch". Es handelt sich hierbei um eine frühere Schiefergrube. Serpentinen bringen uns weiter talwärts zu einem kleinen Bach. Nach Querung des Baches an einer früheren Erzgrube (Erzkaul) kommen wir zum Ruwer-Hochwald Radweg. Diesem folgen wir bis zur Ruwerbrücke, dann wenden wir uns nach rechts durch ein kleines Waldstück entlang der Ruwer. Unterhalb von Schloss Marienlay  queren wir die K 65 und folgen einem Felsenpfad vorbei an Schieferbrüchen bis wir den Saar-Hunsrück Steig wieder erreichen. Bergan, durch eine alte Weinberganlage mit schönen Aussichtspunkten, wandern wir an der Ortslage von Morscheid vorbei. Nach erneuter Querung der K 65 geht es durch ein Waldgebiet, wir passieren einen weiteren Steinbruch, steigen eine steile Treppenanlage empor und wandern über einen Waldweg oberhalb von Riveris zur Zuwegung, die uns wieder zum Ausgangspunkt bringt.

Festes Schuhwerk (Wanderschuhe) wird dringend empfohlen.

Burgruine Sommerau: Die Burg Sommerau wurde auf einem Felssporn erbaut, der von der Ruwer von drei Seiten umflossen wurde. Diese etwa 45 m lange Felszunge ist an der schmalsten Stelle durchbrochen worden, um das Gefälle der Ruwer zum Treiben einer Mühle zu nutzen. Damit wurde ein Umlaufberg geschaffen und die ehemalige Talschleife trockengelegt. Die Ruine ist heute in Privatbesitz, aber frei zugänglich und kann für eine Rast genutzt werden.

Schloss Marienlay: In den Jahren 1922-27 erbaut, prägt das Schloss Marienlay auf halbem Weg von Waldrach nach Morscheid seitdem das Ortsbild. Als Baumaterial wurde Schiefer aus dem damals noch vorhandenen heimischen Bergbau verwendet. Seit dem Bau des Schlosses befinden sich hier große Weingüter, die seit 1999 in der Hand des Traditionsunternehmens "Reichsgraf von Kesselstatt" sind.
Das Schloss kann auf Voranmeldung besucht werden.  Informationen hierzu finden Sie auf www.kesselstatt.com.

Riveris-Talsperre: Errichtet in den frühen 50er Jahren des 20. Jahrhunderts versorgt diese Talsperre mit ihren 5 Mio. m³ bis heute große Teile des ehemaligen Regierungsbezirkes Trier. Gestaut werden der Riverisbach sowie der Thielenbach, die zusammen mit Niederschlägen für eine jährliche Zuflussmenge von knapp 11 Mio. m³ Trinkwasser sorgen. Die hohe Qualität des Wassers zeichnet sich insbesondere durch einen geringen Kalkwert aus. Techn. Daten der Talsperre:  Damm aus 350.000 m³ Hang u. Talschotter, 50 Meter Dammhöhe (178 m Breite) und  5 Mio. m³ Trinkwasser als Inhalt.   

Die Traumschleifen haben teilweise steile, schwierige und bei Regen- oder Winterwetter rutschige Passagen. Deshalb sind Trittsicherheit und gute Kondition unbedingte Voraussetzungen zum Erwandern dieser Premiumrundwanderwege.

über K 65 nach Morscheid, Abfahrt Sportplatz/Wanderparkplatz nehmen

Navigation: Hauptstraße 42, 54317 Morscheid

Parkplatz Schweinspielhütte in 54317 Morscheid
www.vrt-info.de

Stadtwerke Trier Verkehrs GmbH Linie 30 und 86

Kostenlos:
Broschüre "Erlebnis Traumschleifen" mit Wegskizzen, Höhenprofile, Kurzbeschreibungen und Einkehrtipps zu allen 111 Traumschleifen
und Traumschleifen-Übersichtskarte - leichte Faltkarte mit grober Lageübersicht aller 111 Traumschleifen

Infos und Anforderung auf www.saar-hunsrueck-steig.de/prospekte

Kostenpflichtige Reiseführer und Bücher im Shop auf www.saar-hunsrueck-steig.de

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