Comedy Medieval: „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" mit Claudia Dylla und Steffen Sauer

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Die lasterhaften Lieder und Balladen des Francois Villon, Rebell, Abenteurer und Poet in einem rasanten Bühnenprogramm: frech, witzig, provokant.

Seit sich Klaus Kinski in den 60er Jahren über Deutschlands große Bühnen stöhnte, gab es wohl kaum einen Schauspieler oder Sänger, der demImage des allzu einseitig rezipierten Mittelalter-Erotikers nicht nach zu eifern suchte. Ein erfolgversprechendes Konzept, denn Villon hinterließ ein Werk von abgründiger Tiefe. Verblüffend geradezu,wie das, was Villon größtenteils im Kerker schrieb, noch heute, oder sollte man sagen, heute wieder,unter den Nägeln brennt. Selten hat ein Dichter die Spannung zwischen Leiden, gesellschaftlichemZeitgeist und individueller Entfaltung drastischer geschildert.

Claudia Dylla, ausgezeichnet mit dem Darstellerpreis der Stadt Berlin, zeigt einen vielschichtigen,einfühlsamen, derben, sowohl zärtlichen als brutalen Dichter, deftig, sinnlich und elegant.

Ein tiefgläubiger Pfaffenfeind, ein „Womanizer“ der dunklen Gassen, ein Haudegen mit Akademikerpotenzial. Die Besucher erleben eine neue Sicht auf einen Mann, der vor mehr als einem halben Jahrtausenddachte und fühlte wie wir - und der wie wir heute – darum rang, die Stürme und Abgründe des Lebensund der Gesellschaft ertragbar zu machen, indem er sie belachte.  

Ihr zur Seite der Schlagzeuger der FolkRock-Band „Ghosttown Company“, der für die kongeniale Klangstimmung sorgt.