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Der Besondere Film im Mai in Merzig - Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?

Informationen

Allesneu macht der Mai… das denkt sich wohl auch die Hauptdarstellerin in unserem„Besonderen Film“ im Mai. In diesem Monat läuft: „Fühlen Sie sich manchmalausgebrannt und leer?“.

Der Besondere Film in Merzig ist einegemeinsame Veranstaltung des Kreiskulturzentrums Villa Fuchs und dem OdeonKino. FSK freigegeben ab 12 Jahren. Karten können im Odeon Kino Merzig erworbenwerden.

 

Luisa(Lina Beckmann) rast durch ihr Leben. Vom Job nach Hause, vom Ehemann zumLiebhaber, von den Erdnussflips zur Rohkost-Diät. Wem wird das nicht irgendwannzu viel? Als die Paartherapeutin eines Morgens aufwacht, gibt es sie plötzlichdoppelt. Sie hat sich über Nacht aufgespalten in die alte Luisa und in die neueAnn (Lina Beckmann). Äußerlich sehen die beiden völlig gleich aus, ansonstenaber sind sie grundverschieden. Luisa steht ständig unter Strom und macht sichüber alles Gedanken. Ann ist tiefenentspannt und stopft alles in sich hinein,worauf sie gerade Lust hat. Nach dem ersten Schock erkennt Luisa die ungeahntenMöglichkeiten, die ihr das zweite Ich eröffnet: Endlich kann sie mit ihremLover Leopold (Benno Fürmann) durchbrennen, während Ann sich um ihren MannRichard (Charly Hübner) kümmert.

 

EineVase ist eine Vase ist eine Vase. Das sind schon drei Vasen, da sollte doch fürjeden etwas dabei sein. So in etwa lautet, eingedampft auf wenige Zeilen, derPlot des Films,in dem tatsächlich viel getöpfert wird. Die eigentliche Nachricht aber ist,dass die auf schräge Alltagsdramen abonnierte Regisseurin Lola Randl esgeschafft hat, aus dem Krankheitsbild der multiplen Persönlichkeitsstörung –ihre Protagonistin vervielfacht sich – eine so furiose Beziehungsgroteske zumachen, dass man von einer Neunzig-Minuten-Therapie für die Generation"Größeres wolltest auch du" sprechen darf. Der Film ist einquietschbuntes Antidepressivum, das mit kindischer Freude gegen alle Regeln desGeschmacks, des Genres und der Arthouse-Coolness verstößt. Wer danach nichtlächelnd oder wenigstens leicht dämlich grinsend das Kino verlässt, der ist,vulgärpsychologisch gesprochen, eine unknackbare Nuss.

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