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Ein Dorf im „Dritten Reich“. Die Chronik der Volksschule Nunkirchen als historische Quelle

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Im Rahmen der Reihe „Treffpunkt Heimat“ des Vereins für Heimatkunde Wadern hält Jochen Kuttler am Mittwoch, 16. Januar, um 19 Uhr im Kino Lichtspiele Wadern einen spannenden Vortrag über die Zeit des NS-Regimes in Nunkirchen.

Auf Basis der von Hauptlehrer Matthias Müller verfassten Schulchronik von Nunkirchen, die das Alltagsleben im Dorf ebenso thematisiert wie weltpolitische Ereignisse, zeichnet Jochen Kuttler exemplarisch nach, wie sich seit der Machtergreifung Adolf Hitlers das Leben auf dem Lande durch die zunehmende Einflussnahme der Nationalsozialisten auf nahezu sämtliche Lebensbereiche veränderte. Müllers Aufzeichnungen offenbaren, wie der Sog der nationalsozialistischen Maschinerie die Menschen nach und nach mitriss, aber auch, dass Nunkirchen stellvertretend für viele Dörfer und den Lebensalltag ihrer Bewohner in der Zeit des Nationalsozialismus steht.

Bis zur Wahl zum Bürgermeister der Stadt Wadern im Jahre 2014 war Jochen Kuttler Redakteur des luxemburgischen Wochenmagazins Télécran und langjähriger Ortsvorsteher seines Heimatorts Nunkirchen. In dem von ihm herausgegebenen Buch „Hitlerweck und Eintopfsonntag. Ein Dorf im Dritten Reich“ hat Jochen Kuttler die Aufzeichnungen von Matthias Müller kommentiert und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.